IV) Glücksatlas 2012

Ist Wachstum ein wesentlicher Einflussfaktor für unser persönliches Glücksempfinden? Unter anderem dieser Frage versuchte Johannes Vatter, Mitarbeiter am Lehrstuhl für Finanzwissenschaft der Universität Freiburg, im vierten Teil der Veranstaltungsreihe „WachstUMdenken“ nachzugehen.
Vatter ist Mitautor des Glückstatlas 2012, einer (von der Deutschen Post finanzierten) Studie, die versucht das Wohlbefinden der Deutschen quantitativ zu erfassen. Vor diesem Hintergrund zeigte Johannes Vatter, dass man einen Zusammenhang zwischen positiven Wachstumsraten und dem durchschnittlichen Glücksempfinden in einem Land finden kann, machte jedoch auch deutlich, dass das individuelles Glück meist nur bis zu einem gewissen Einkommen steigt und von vielen anderen Faktoren (Gesundheit, Familie, Nachbarn, etc.) abhängt.
Anhand von lebendigen Beispielen erläuterte er, dass eben nicht alleine der materielle Wohlstand das individuelle Glück determiniere. So könnten Statistiken zeigen, dass z.B. Arbeitnehmer, die einen geringen Lohn erhielten, aber arbeiten könne, glücklicher im Durchschnitt seien, als ähnlich gestellte Arbeitslose. Eine Begründung für Niedriglöhne ist dies nicht, da Beschäftigte mit regulären Löhnen im Schnitt glücklicher sind, doch beschreibt dieses einfache Beispiel einen anderen Glücksfaktor.

Nach einer interessanten Fragerunde wurden bei Getränken im Anschluss dann alle restlichen Fragen geklärt und noch weiter lebhaft diskutiert.

Teil 4: Vortrag

„Der Glücksatlas 2012 – Glücksforschung in der Praxis“

Johannes Vatter, Mitautor des Glücksatlas‘ 2012, spricht am Dienstag, 13. November 2012, über seine Forschung. Der Vortrag beginnt um 19 Uhr in O135 (Universität Mannheim, Schloss).

Vatter ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl von Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen im Institut für Volkswirtschaftslehre und Finanzwissenschaft I der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.

Er beschäftigt sich mit Zufriedenheitsforschung und qualitativer Wachstumspolitik und bewegt sich damit an der Schnittstelle zwischen klassischen Methoden der VWL und aktuellen Themen der Glücksforschung. Im Zuge dessen erforscht Vatter zum Beispiel, warum Bürger in einigen Regionen Deutschlands glücklicher sind als in anderen, wie man Lebenszufriedenheit quantifizieren kann und welche Rolle Wachstum dabei spielt.

Im Anschluss an den etwa einstündigen Vortrag gibt es eine Diskussion mit dem Publikum und ein Get-Together.

Wir hoffen, dass auch der letzte Teil unserer Veranstaltungsreihe auf Interesse stößt und freuen uns auf euer Kommen!